Internationale Jugendbegegnung

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde hat am 24. Februar 2016 nach fast zweijähriger Vorbereitung einen Antrag für das EU-Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger zur Vernetzung von 11 europäischen assoziierten Projektpartnern zum Themenbereich des Ersten und Zweiten Weltkrieges eingereicht. Hier eine kleine Videobotschaft an alle Projektpartner und Interessierte:

Ziel des Projektes ist es, durch die Vernetzung von nationalen Einzelaktivitäten der europäischen Nationen ein wesentlich höheres Niveau der europäischen Erinnerungskultur zu erreichen. Verschiedene Bildungseinrichtungen und Schulen aus vier europäischen Staaten kooperieren künftig bei der internationalen Schülerbegegnung an historisch bedeutsamen Orten mit Bezug zur Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Die assoziierten Projektpartner sind:

Deutschland:
- Heinrich-Heine-Schule, Karlshagen
- Runge-Gymnasium, Wolgast
- Europäische Gesamtschule Insel Usedom
- Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm
- Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Polen:
- Lyceum Swinemünde
- Museum Warschauer Aufstand
- Museum ehemaliges KZ- Stutthof

Belgien:
- Cesar-Franck-Athenäum, Kelmis
- Autonome Hochschule/ GrenzGeschichte DG, Kelmis

Frankreich:
-Alfred Kastler-College Merville Franceville

In der Pilotphase des Projektes fanden bereits 2014/2015 mehrere Arbeitstreffen und Schüler-begegnungen mit den zukünftigen Projektpartnern in Frankreich, Polen, Belgien und Deutschland statt.

Durch die Vernetzung und die Arbeit an authentischen Orten, welche die europäische Geschichte nachhaltig verändert und geprägt haben, wird das Geschichtsbewusstsein der Jugend in der Europäischen Union gefördert. Durch die gemeinsame Arbeit an außerschulischen Lernorten, den Austausch und Begegnungen werden Werte wie Toleranz, Verständigung und Miteinander vermittelt. Ein länderübergreifendes, europäisches Geschichtsverständnis ermöglicht es den Schülern dabei, auch kulturelle, geschichtliche und politische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen. Aus nationalen Erinnerungskulturen wird eine europäische Erinnerungskultur.

Grundlage der Kooperation sind bestehende europäische Städte- und Schulpartnerschaften der Antragsteller, Vereinbarungen zwischen dem Landkreis Vorpommern-Greifwald und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens/ Wallonie sowie die seit über fünfzehn Jahren bestehende internationalen Schülerarbeit des HTM Peenemünde insbesondere mit Polnischen Partnern und der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm (JBS). Unterstützt wurde das Projekt ebenfalls durch die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf.

Auf Einladung des HTM Peenemünde und des Landkreises Vorpommern-Greifswald fand am 25.10.2016 in Peenemünde und am 26.10.2016 in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm die zweitägige Arbeitskonferenz - „Vernetzung europäischer Lernorte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg“ statt. Ziel der Arbeitskonferenz war es, dass sich Projektpartner kennenlernen und die Zusammenarbeit vertiefen.

Im Rahmen der Konferenz wurde durch den 1. Stellvertreter der Landrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Jörg Hasselmann, ein bereits auch schon durch die Stadt Świnoujście unterzeichnetes, trinationales Bildungsabkommen an den Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Harald Mollers, übergeben.

Weiterhin wurde in einer internen Arbeitsgruppe durch Vertreter der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, die Stadt Świnoujście und des Landkreises Vorpommern-Greifswald eine Zwischenfinanzierung des Projektes bis zur Bewilligung des EU-Antrages abgestimmt.

Presseinformation (PDF)

 

Internationale Summercamps

Im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung finden im Museum Peenemünde seit 1999 internationale Jugendprojekte statt. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Verein "Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst e.V." durchgeführt. Die Jugendlichen aus der ganzen Welt engagieren sich hier vor Allem im Bereich der Denkmallandschaft Peenemünde und setzen mit ihrer gemeinsamen Arbeit und der bewussten Auseinandersetzung mit der Geschichte des historischen Ortes deutliche Zeichen für Verständigung, Toleranz und Miteinander.

© 2010 - Der Filmbeitrag wurde uns freundlicherweise durch Vorpommern TV zur Verfügung gestellt.

24.08. – 11.09.2015
Im Jahr 2015 fand im Historisch-Technischen Museum das bereits 20. Internationale Summercamp Peenemünde statt, bei dem sich 14 Jugendliche aus Deutschland, Dänemark, Taiwan, Georgien, Japan, Mexico und der Türkei an denkmalpflegerischen Arbeiten an einem ehemaligen Luftschutzbunker, einer Bahnunterführung der Siedlung Karlshagen und am Bahnsteig am Haltepunkt Werk Ost beteiligten.

25.08.-12.09.2014
Zwölf Freiwillige aus Japan, Taiwan, Italien, Ukraine, Türkei, Russland, Tschechoslowakei und Deutschland befreiten in der Denkmallandschaft Peenemünde einen ehemaligen Luftschutzbunker von Bewuchs, um ihn für Besucher sichtbar zu machen.

26.08.-13.09.2013
Im Jahr 2013 haben 15 Jugendliche aus Spanien, Frankreich, Georgien, Türkei, Ukraine, Korea, Japan und Deutschland die Spuren des ehemaligen KZ-Arbeitslagers Karlshagen I sowie das Umspannwerk des Peenemünder Kraftwerkes von Bewuchs befreit.

27.08.-15.09.2012
Auch schon 2012 wurden am ehemaligen KZ-Arbeitslagers Karlshagen I sowie dem Umspannwerk des Peenemünder Kraftwerkes pflegerische Maßnahmen durchgeführt. Daran nahmen 12 Jugendliche aus Italien, Taiwan, Japan, der Türkei, Spanien, der Ukraine, Russland und Deutschland teil.

22.08.-10.09.2011
Insgesamt 12 Jugendliche aus Mexiko, der Türkei, Spanien, Weißrussland, Korea und Deutschland arbeiteten 2011 an den Ruinen eines Raketen-Bunkers in den Peene-Wiesen.

23.08.-11.09.2010
Schon ein Jahr zuvor hatten 10 Jugendliche aus der Ukraine, der Türkei, Tschechien, Serbien, Japan und Deutschland die Ruinen eines weiteren Raketen-Bunkers in den Peene-Wiesen von Vegetation befreit.

 

 

31.08.-13.09.2009
Bereits im Jahr 2009 arbeiteten erstmals 15 Jugendliche aus der Türkei, Großbritannien, der Schweiz, Japan, Südkorea, Spanien, Polen und Deutschland an den Überresten eines dritten Raketen-Bunkers.

01.09.-19.09.2008 und 10.12.-19.12.2008
Gleich 2 Camps wurden 2008 durchgeführt. In diesem Rahmen wurde im September von 10 Studenten aus den USA, Russland, Serbien, Japan, Frankreich, Tschechien, Italien und Deutschland ein Teil der ehemaligen Hauptwache der Peenemünder Versuchsanstalten freilegt, während im Dezember 10 Jugendliche aus Polen und Deutschland verschiedene Recherchen zur Geschichte Peenemündes im Archiv des Museums aufnahmen.

27.08.-16.09.2007
Die Arbeiten an der Hauptwache waren bereits im Jahr zuvor von 8 Jugendlichen aus der Türkei, Serbien, Japan, Algerien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland begonnen worden.

28.08.-16.09.2006
Die Fundamente einer Baracke und die Ruine eines Wachbunkers im ehemaligen KZ-Arbeitslager Karlshagen I wurden im Jahr 2006 von 10 Jugendlichen aus Japan, Tschechien, England, der Türkei, Frankeich, Finnland und Deutschland wieder sichtbar gemacht.

15.08.-02.09.2005 und 14.07.-13.07.2005
In zwei Sommercamps wurden von insgesamt 54 Jugendlichen aus Mexiko, Japan, Spanien, Frankreich, der Türkei, Polen und Deutschland pflegerische Maßnahmen im ehemaligen Arbeitslager Trassenheide durchgeführt und Sitzgelegenheiten für den Grillplatz für Schulklassen auf dem Museumsgelände geschaffen.

28.06.-16.07.2004
Auf dem Gelände des Museums wurde im Jahr 2008 im Rahmen eines Projekt unter dem Motto "Jugendliche bauen für Jugendliche" ein Bouleplatz gebaut. Daran nahmen 8 Jugendliche aus Korea, Frankreich, Jugoslawien und Deutschland teil.

05.05.-23.05.2003 und 15.06.-22.06.2003
Im Jahr 2003 arbeiteten 9 Jugendliche aus Togo und Deutschland im ehemaligen Arbeitslager Trassenheide und legten dort unter anderem eine Zisterne frei. In einem Projekt wurde durch 48 Studenten aus Polen und Deutschland ein Grillplatz für Jugendliche auf dem Gelände des Museums errichtet.

02.06.-12.06.2002
Die Arbeiten an diesem Grillplatz wurden bereits im Jahr zuvor in einem Deutsch-Polnischen Sommercamp mit 28 Teilnehmern begonnen.

16.07.–03.08.2001 und 18.07.–31.07.2000
In den Jahren 2000 und 2001 wurden schon einmal im Rahmen von Deutsch-Polnischen Sommercamps erste Arbeiten an der ehemaligen Hauptwache der Peenemünder Versuchsanstalten durchgeführt.

19.07.-30.07.1999
Im allerersten Internationalen Sommercamp in Peenemünde im Jahr 1999 wurden von 10 Jugendliche aus Polen, den USA und Deutschland ein Teil der Ruinen des ehemaligen Arbeitslagers in Trassenheide von Vegetation befreit.